Wieder einmal legt Bentow in seinem neuen Roman ein Tempo vor, das atemberaubend ist. Kurze Kapitel, spannende Cliffhanger am Ende der Kapitel, eine rasante Handlung und ein Spannungsbogen, der von Anfang an sehr hoch ist und kaum nachlässt.

 

Den Mord an einer jungen Frau muss Kommissar Nils Trojan aufklären. Doch der ist so bizarr, dass Trojan länger im Dunkeln tappt. Erst als weitere Morde geschehen kommen er und sein Team dem Täter näher. Aber der ist gewieft und ihnen weiterhin einen Schritt voraus.

 

Bereits der 9. Fall um Trojan und sein Team und jeder erstaunt mich neu über den Einfallsreichtum des Autors. Man kann die Bücher einzeln lesen, mehr Spaß macht es aber, Trojans Entwicklung und sein Privatleben vom 1. Band an zu verfolgen.

 

Die Handlung wird auf zwei Ebenen erzählt und beide sind sehr gut ausgearbeitet. Der Werdegang des Täters, seine Lebensgeschichte und sein Leiden – hier wundert es am Ende fast niemanden mehr, dass er wurde was er ist. Bentow schildert das so lebensecht, dass man einfach mitleiden muss.

 

Besonders die Rätsel hatten es mir angetan. Wieso hinterlässt der Täter so geheimnisvolle Botschaften? Erst ganz am Ende wird alles aufgeklärt und so kann man lange miträtseln, wer denn nun die Opfer tötet. Das Ende ist schlüssig, ein wenig lang, aber der Twist war unvorhersehbar und überraschend.

 

Fazit: für mich war das Buch viel zu schnell vorbei, die Seiten rasten nur so und ich hätte Trojan und Steffi gerne noch weiter begleitet. So bleibt die Vorfreude auf Band 10, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

 

 

 


Was für ein irres Tempo dieses Buch hat. Ich war irgendwie viel zu schnell durch.

 

Nils Trojan ist ausgebrannt und würde gerne eine Auszeit nehmen. Doch dann wird er zu einem Mordfall gerufen, und das bleibt nicht der Einzige. Nils und seine Kollegin Steffi geben alles, um den irren Mörder zu finden, doch der ist ihnen immer einen Schritt voraus und lässt sie an der langen Leine zappeln. Aber Nils wäre nicht Nils, wenn er nicht doch noch eine kleine Spur finden würde…

 

Ich verfolge die Serie mit Nils Trojan schon vom ersten Buch an und bin immer wieder begeistert, wie toll er seine Bücher aufbaut und mit den Nerven der Leser spielt. Mit „Der Mondscheinmann“ knüpft er an seine früheren Erfolgsbücher an und auch dieses Mal macht er den Leser atemlos. Keine Verschnaufpause wird uns gegönnt, bis zum Ende.

Ein weiterer Gruselfaktor sind die Schnecken. Kein anderer beschreibt so eine Szene besser als Max Bentow. Man ekelt sich förmlich mit den Opfern mit und ist versucht, die eine oder andere Schleimspur vom eigenen Körper zu wischen. Sehr schön gestreut waren auch wieder die falschen Fährten und Wendungen, die das Buch nahm.

Ich bin sehr gespannt, ob Nils nun eine längere Pause bekommt, hoffe es aber nicht, denn ich fiebere schon dem nächsten Band entgegen.

 

Fazit: wieder ein tolles Buch aus Max Bentows Feder. Einmal begonnen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 

 

 

 

 

 


Annie hat die Erinnerung an die letzten beiden Wochen ihres Lebens verloren. Wer ist sie und warum ist sie auf einmal in Ulm, wo sie doch in Berlin lebt? Zusammen mit ihrem Freund Ben macht sie sich auf die Suche nach Erklärungen und ihren verlorenen Erinnerungen. Doch was sie dann aufdeckt, mag sie vielleicht gar nicht wirklich wissen. Denn auch Annie hat ein Geheimnis, und das reißt Ben den Boden unter den Füßen weg.

 

Ein Buch voller überraschender Wendungen. Max Bentow nimmt uns mit auf eine Reise auf die Schwäbische Alb. Und auf die Reise zweier Frauen, die sehr unterschiedlich sind, von denen eine aber gerne wäre wie die andere. Und das um jeden Preis. Schon auf den ersten Seiten führt der Autor den Leser auf falsche Fährten und der Plot ist dann auch sehr überraschend.

 

Das Buch beginnt sehr spannend und rätselhaft. Was ist los mit Annie? Und wer ist der geheimnisvolle Schreiber? Denn in Einschüben lässt der Autor den Täter zu Wort kommen, aber auch hier ist nicht alles wie es scheint, zumindest anfangs.

 

Ein Buch, das sehr spannend ist und mich einige Stunden sehr gut unterhalten hat. Bentow lässt die Umgebung Blaubeurens und des Blautopfs lebendig werden und macht Lust auf einen Besuch dort.

 

Ich liebe Bentows Reihe um Nils Trojan, finde aber auch seine Stand-Alones sehr gelungen. Bentow schreibt einfach so flüssig und anschaulich, dass man Seite um Seite umschlägt und sich auf einmal am Ende des Buches wiederfindet, ohne zu wissen, wie man so schnell dorthin gelangt ist.

 

Fazit: Sehr sehr lesenswert, spannend und rätselhaft. 

 

 

Ein Serienmörder geht um in Berlin. Er kennzeichnet seine Taten durch auf den Rücken gemalte Schmetterlinge. Und ist der Polizei immer einen riesen Schritt voraus. Was ist wohl sein Motiv? Hier lässt der Autor auch den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen und rückt mit der Vergangenheit nur schrittweise heraus, was die Story noch einen Ticken spannender werden lässt. Zwar hatte ich doch irgendwann einen Verdacht auf den Täter, aber lange nicht auf sein Motiv.

 

Wieder mal hat mich Bentow mit seinem Buch von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten. Ich musste das Buch einfach in einem Rutsch beenden. Das Katz und Maus-Spiel des Mörders mit den Ermittlern hat mich total gefangen genommen. Die Hinweise, die er streut sind nicht einfach zu verstehen, aber Trojan und sein Team kommen ihm dennoch immer näher. Allerdings zu langsam und so darf der Leser noch ein paar grausame Morde miterleben bis Trojan endlich einen guten Hinweis auf den Täter findet.

 

Sehr schön fand ich auch den Strang um Trojan und Steffi. Angedeutet hatte es sich ja schon länger. Leider werden wir wohl auf einen neuen Band von Bentow rund um Trojan eine Weile warten müssen, wenn nicht gar, uns ganz verabschieden. Denn der jetzige Fall hat Nils alles abverlangt.

 

Fazit: Sonnenliege aufgebaut, kühlen Drink dazu und lesen! 


Das Buch beginnt gleich mit einem Schlag: Die 16 jährige Luna wird von einem Mann entführt und verschleppt. Bereits hier hatte mich das Buch in seinem Bann. Und ließ mich auch nicht mehr los. Denn Lunas Erzählung ist eindrücklich und einfühlsam. Man leidet direkt mit ihr mit. Als ihr die Flucht gelingt ist man natürlich erleichtert. Doch im Laufe des Buches gerät man ins Grübeln: Was will Luna dort in dem einsamen Haus? Hat sie wirklich getan, was der Leser vermutet?

 

Bentow nimmt dem Leser den Atem und führt ihn auf verschlungene Pfade. Durch das „Buch im Buch“ erfährt man etwas mehr vom Leben der Luna nach ihrer Entführung.

Bentows Charaktere sind gut gezeichnet. Vor allem Lukas mochte ich sehr gerne. Der pubertierende Junge, dessen Mutter zu ihrem neuen Lover nach Kalifornien fliegt und ihn bei Luna lässt. Und der Luna verehrt und alles für sie tun würde. Er war für mich sehr authentisch.

 

Der Spannungsbogen des Buchs ist ideal angelegt: von Anfang an sehr hoch ist die Messlatte und sinkt auch bis zum bitteren Ende nicht nennenswert ab. Ich hatte das Buch in ein paar Stunden verschlungen.

 

 

Am Ende sind alle losen Fäden verknüpft, was mir immer sehr wichtig ist. Das Porzellanmädchen ist ein eigenständiges Buch und kein Teil einer Serie. 


 Der Federmann ist zurück und sinnt auf Rache.

 

Und zwar an allen, die ihn damals zur Strecke gebracht haben. Vor allem Nils Trojan, der Schuld ist an seinem Sturz in die Spree und somit verantwortlich für seine Schmerzen. Aber auch Jana, Trojans Geliebte und Trojans Tochter sollen nicht verschont werden. Perfide spinnt der Federmann einen Plan, in dem sich alle verfangen, wie in einem Spinnennetz. Doch da ist auch noch Wendy, die Tochter des Federmannes. Auf wessen Seite steht sie?

 

Ich bin noch ganz geflasht von dem Buch und muss erst mal den Herzschlag wieder reduziert bekommen. Das Buch hat so ein Wahnsinnstempo und ist so spannend, dass man es kaum zur Seite legen kann. Menschliche Bedürfnisse verkümmern da schon mal und ich musste nach dem Lesen erst Mal etwas trinken gehen.

 

Die Geschehnisse um den Federmann sind mir nach 5 Jahren leider nicht mehr so präsent, dennoch hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen. Das Buch beginnt gleich mit einem Knaller. Ein Mädchen wird entführt, aber wieder frei gelassen. Doch die Freude währt nicht lange, schnell tauchen 3 Leichen auf, jede mit einer geheimnisvollen Botschaft versehen. Trojan begreift schnell: hier geht es um ihn. Und als dann noch eine angebliche Tochter des Federmannes auftaucht ist klar, dass dieser den Sturz vom Dach damals überlebt hat. Wendy will ihren Vater dennoch unbedingt kennenlernen und nimmt Kontakt zu ihm auf. Daraus entspinnt sich eine rasante Schnitzeljagd bei der nicht klar ist, wer hier nun wen benutzt.

 

Max Bentow hat das Ende des Buches „Der Federmann“ vor einigen Jahren ja offen gelassen und hier treffen wir nun erneut auf den Bösewicht. Brutaler denn je und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. In dem Fall fand ich es wirklich gelungen, wie er den Mörder wieder aufleben lässt. Geschickt steuert er die Protagonisten durch die Handlung, die alle durchwegs logisch handeln. Wendy bleibt ein wenig blass, aber am Ende wird klar, warum der Autor sie nicht weiter charakterisiert hat. Der Schluss war nicht ganz in meinem Sinne, auch wenn somit noch eine Fortsetzung möglich ist.

 

 

 


In Berlin geht ein Mörder um. Seine Opfer haben fiese Bisswunden, aber keine tierischen! Und alle Opfer sind verbunden durch den Tod einer jungen Frau. Trojan und sein Team sind ratlos. Und immer wieder ist da die Aussage, dass Simona gar nicht tot ist, sondern noch lebt.

 

 

 

Wieder mal bin ich nur so durch die Seiten des Thrillers gehetzt! Fast nimmt man Bentow zu Beginn ab, dass es Wiedergänger und Vampire tatsächlich gibt. So geschickt webt er die Handlung, so undurchsichtig das Netz um Simona und ihre Wiedergeburt. Doch zum Glück kenne ich den Autor und habe ihm das nicht abgenommen. Irgendeinen Grund habe ich hinter den Erscheinungen vermutet, hatte aber keine Idee, was es letztendlich denn war. Wenn man genauer nachdenkt verrät der Titel schon recht viel, allerdings benötigt man dazu auch Kenntnis über den Inhalt des Buches.

Bentows Personen sind toll! Allen voran Kommissar Nils Trojan, den ich vom ersten Band an in mein Herz geschlossen habe. Dabei nimmt das Privatleben des Ermittlers niemals überhand, es steht immer der Fall im Mittelpunkt und das gefällt mir gut.

 

Auch der vorliegende Fall war wieder gut durchdacht und erst spät aufgelöst. Die Ermittler tappen – wie immer – im Dunklen. Vor allem wegen der Bissverletzungen. Erst eine Obduktion gibt Aufschluss, aber selbst dann ist der Fall noch lange nicht gelöst! Was mir auch gut gefällt: dass der Kommissar nicht unüberlegt handelt. Zu oft hat man in Thrillern den Fall, dass er selber in Gefahr gerät, weil er so unvorsichtig ist. Das finde ich immer etwas realitätsfern, aber bei Bentow gibt’s das nicht.

 

Etwas unklar blieb mir, warum Simonas Mutter sterben musste, aber sonst wurden alle Handlungsstränge zu meiner Zufriedenheit gelöst und Bentows Schreibweise ist flüssig und schnell. Schade, dass es jetzt wieder länger dauert bis zum nächsten Band!