Ein einsames Gehöft in der Toskana. Paul will das heruntergekommene Haus wieder bewohnbar machen. Er fühlt sich wohl dort – und möchte seinen Dämonen entkommen.

Doch ganz so einfach ist das nicht, denn die Versuchung ist immer da.

 

Wieder ein toller Roman von Sabine Thiesler. Commissario Neri begleite ich vom ersten Band an und freue mich immer über ein Wiedersehen. Mittlerweile ist aus dem naiven Stadtpolizisten ein versierter Ermittler geworden, dem so schnell keiner etwas vormacht. Allein diese Entwicklung finde ich schon sehr gelungen.

 

Die Bände bauen zwar aufeinander auf, man kann sie aber auch unabhängig voneinander lesen.

 

Thiesler baut ihren Thriller souverän auf: erst lernen wir Paul kennen, nach und nach seine Taten und seine Motivation. Und immer auch die Charaktere, die neu hinzukommen. So baut man starke Bindungen auf, die das Lesen noch intensiver machen. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und mit ihnen mitleiden. Selbst Paul weckte Sympathien, auch trotz seiner Taten.

 

Leider blieb am Ende eine Kleinigkeit ungeklärt, aber das Ende war stimmig und rund.

 

Fazit: ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Megaspannend und mitreißend! 

 

 


Gerade habe ich das Buch zugeklappt und bin noch ganz geflasht. Von der ersten Seite an ist der Spannungsbogen sehr hoch und hält sich bis zur letzten Seite. Man mag das Buch gar nicht mehr weglegen. Thiesler schreckt auch nicht vor grausamen Szenen zurück, baut diese jedoch so auf, dass man nur dezent geschockt ist und nicht vor lauter Horror das Buch zuklappen möchte. 

 

In der Toskana verschwinden immer wieder Frauen. Die Polizei tappt im Dunkeln, der Leser allerdings weiß mehr. Denn Sabine Thiesler beleuchtet auch den Hintergrund des Täters und wie es so weit kommen konnte. Der Thriller ist super aufgebaut, die Handlung fliegt nur so dahin. Thiesler versteht es meisterhaft, Worte zu finden, die den Leser fesseln und schreibt sehr flüssig, so dass man gar nicht merkt, wie schnell man sich dem Ende des Buches nähert. 

 

Von Anfang an habe ich Neris Werdegang verfolgt und freue mich, dass er in diesem Buch so viel Raum bekommt. Auch zu den anderen Charakteren kann man mühelos eine Bindung aufbauen, denn die Autorin bindet diese stimmig in ihre Handlung ein und weckt das Interesse an ihnen. 

 

Thiesler siedelt ihre Romane in der Toskana an und man merkt ihr die Liebe zu dieser Gegend an. So bekommt man selbst Lust auf einen Besuch dort, nur sollte man sich nach dieser Lektüre genau überlegen, in welches Hotel man sich einmietet :)

 

Fazit: nur beginnen, wenn man viel Zeit zu lesen hat, denn man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 

 

 

 


Endlich wieder in die Toskana reisen mit Sabine Thiesler. Wobei die Handlung in „Zeckenbiss“ weitgehend in Berlin spielt und die Toskana nur zu Beginn eine größere Rolle spielt.

Was haben die Morde an Lara Sennen und Bernd Gernersheim gemeinsam? Der Lösung kommen die Hinterbliebenen auf die Spur, währenddessen hat der Täter aber schon sein nächstes Opfer im Auge…

 

Eigentliche Ermittlungsarbeit passiert in diesem Buch nicht, dennoch ist es spannend zu lesen, weil so viel passiert und der Mörder, den man allerdings sehr bald weiß, mit reichlich Raffinesse vorgeht. Das Buch ist logisch aufgebaut und Thieslers Schreibstil hat mich wieder einmal begeistert. Sie liebt die Toskana, das spürt man in jedem neuen Buch erneut.

 

Ich habe mich auch sehr über das Wiedersehen mit Donato Neri gefreut. Wobei diesem auch wieder nur eine Nebenrolle zukam. Aber ich mag den Knaudel wirklich sehr gern und würde mich freuen, wenn er in Folgebänden wieder mehr zu tun bekäme.

 

Sehr tief geht die Arbeit von Sabine Thiesler dieses Mal in die Psyche von Gefängnisinsassen und beleuchtet den Alltag in einer Jugendstrafanstalt, der alles andere als ein Spaziergang ist. Diese Ausführungen fand ich mehr als interessant und den Einblick sehr spannend.

 

 

Fazit: Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Kurze Kapitel und der sehr lebendige Schreibstil von Thiesler sorgten dafür, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.   


 

 

Als Tom nachts aus Versehen einen Einbrecher erschießt ändert sich sein Leben schlagartig. Sein bester Freund René verspricht ihm, ihm zu helfen, doch da sind ja noch Toms Millionen und seine Affäre mit Leslie. René beginnt ein perfides Spiel und Tom schliddert immer mehr in den Abgrund.

 

 

 

Es war mir wieder ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Es ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Vor allem Donato Neri, der Polizist, der in diesem Buch wieder eine etwas größere Rolle bekommt, hat es mir angetan. Thiesler ersinnt in jedem Buch neue Charaktere, die es aber immer irgendwie in die Toskana verschlägt wo sie auf Neri treffen. Der ja bekanntlich nichts auf die Reihe bekommt. Und der jetzt auch noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat, denn seine Frau betrügt ihn!

 

Zugegeben: ein wenig konstruiert ist die Handlung ja schon. Renés Art zu argumentieren hat sich mir nicht immer erschlossen, aber würde Tom zur Polizei gehen, wäre ja das Buch zu Ende. Außerdem habe ich gleich vermutet, dass René irgendwelche Hintergedanken hat. Die ganze Geheimnistuerei der Männer gipfelt schließlich in einem noch dümmeren Plan: sie wollen Toms Tod vortäuschen. Ein wenig mehr leiden hätte mir Tom in dem Buch ruhig dürfen, gerade dem Ende zu als er bei Lily einzieht, aber sonst war es ein logischer Schluss. Während des Lesens hatte ich mich nämlich öfter gefragt, wie die Autorin jetzt die Kurve bekommen soll – wie das Buch denn wohl enden wird.

 

In gewohnt flüssiger Schreibweise liest sich das Buch wieder überaus flott und sehr flüssig.

 

 

 

 

 

Manuel ist ein erfolgloser Schriftsteller. Als sein erstes Manuskript mit der Antwort „es gibt schon zu viel Ähnliches“ abgelehnt wird, entwickelt er einen Hass auf Rina Kramer, die er beschuldigt, „seine“ Handlung gestohlen zu haben. Er folgt ihr auf jeder Leserreise und mietet sich schlussendlich sogar bei ihr ein. Doch was hat er im Sinn? Will er Rina für ihren Diebstahl bestrafen?

 

Ein Haus in der Toskana, eine Schriftstellerin mit Eheproblemen, ein Kind, das zu Gott findet, ein Priester und ein Mann, der nichts Gutes im Sinn hat. Diese bunte Mischung aus Charakteren verwebt Sabine Thiesler zu einem engmaschigen Netz aus Beziehungstaten, Mord und Angst.

 

 

Sabine Thiesler kann schreiben! Und zwar so, dass man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen. Allerdings ist „Und draußen stirbt ein Vogel“ kein klassischer Thriller, er lebt eher von den leisen Untertönen und spielt mit der Fantasie des Lesers. Die ersten beiden Drittel passiert nämlich so gut wie nichts und auch Spannung kommt noch keine auf. Und der Leser denkt sich schon, was will uns diese Geschichte sagen und wo soll sie noch hinführen? Können die letzten 150 Seiten mich noch schocken?

Die wirkten leider etwas konstruiert und zu zufällig, waren aber dennoch spannend geschrieben und konnten mich mitreißen. Das etwas überraschende Ende kam dann schnell, war so aber sehr gelungen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass wir wieder auf Neri treffen, den „fähigen“ Kommissario, der wegen seiner Misserfolge in die Toskana versetzt wurde. Allzu viel Raum bekommt er zwar nicht, aber irgendwie bringt er mich immer zum Schmunzeln.

 

Fazit: ein Thriller, der kein Thriller ist, eher ein Krimi. Ich hätte mir das ganze Buch etwas spannender gewünscht, war aber über den Inhalt keineswegs enttäuscht.