Bizzare Leichenfunde machen Björk und Brand in ihrem 3. Fall das Leben schwer.

3 Morde an 3 verschiedenen Orten in Europa. Björk und Brand jetten von einem Tatort zum anderen und wissen, sie können einen 4. Mord nur verhindern, wenn sie schnell sind. Doch die Identifizierung der Toten fällt schwer und so dauert es, bis die beiden Europol-Ermittler eine Spur zu einem Elite-Internat finden.

Ich habe mich sehr über den neuen Band von Jan Beck gefreut und wurde nicht enttäuscht. Bereits im Prolog beginnt die Spannung und flaut erst gegen Ende etwas ab.

Die Handlung wird auf mehren Ebenen erzählt und es wird erst im Lauf der Story klar, wie die jeweiligen Einschübe zur Gesamthandlung passen. Diese Schreibweise hat mir sehr gut gefallen, weil man so sehr gut mit rätseln konnte. Perfekte Wendungen an den passenden Stellen sorgten für spannendes Lesevergnügen und überraschten immer wieder und mit dem Ende hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Auch die Charaktere konnten überzeugen und waren sehr gut dargestellt.

 

Fazit: ich freue mich schon auf den nächsten Band. 


„Die Nacht beginnt“

 

Ein neuer Fall für Inga Björk und Christian Brand

 

Durch einen Videostream werden Björk und ihr Team Zeuge einer grausigen Szene: 5 Menschen sind in Glaszylinder eingepfercht und jede Nacht stirbt eine der Personen, wenn nicht eine bestimmte Aufgabe erfüllt wird. Eine fieberhafte Jagd auf den „Nachtmann“ beginnt.

Das Buch startet etwas gemächlich und durch die vielen Szenewechsel brauchte ich ein bisschen, bis ich mich eingelesen hatte. Dann trugen aber genau diese Wechsel dazu bei, dass die Spannung hoch blieb, auch wenn ich mir gewünscht hätte, noch mehr Gänsehautfeeling durch mehr Szenen der Gefangenen in den Zylindern zu lesen.

 

Besonders aber der Showdown ist durch Spannung kaum zu übertreffen, wenngleich auch etwas kurzgehalten. Hier mag man das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen. Ingas Beweggründe am Ende habe ich nicht verstanden und bin gespannt, ob dies in einem Folgeband noch einmal aufgegriffen wird.

 

Becks Schreibweise finde ich sehr angenehm und flüssig und seine Charaktere mag ich auch sehr gerne. Sie haben Ecken und Kanten, aber nicht – wie in vielen Thrillern gerade üblich – schwerwiegende Probleme, die oft mehr Raum im Buch einnehmen als die Handlung. Beck schildert sie lebensnah und authentisch, was durch kleine Details (z.B. Ingas Übelkeit im Hubschrauber) noch untermauert wird.

 

Auch die Handlung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Idee mit den Zylindern, den Dominosteinen und der Kettenreaktion finde ich total gut gelungen und neu. Auch die Ausflüge in die Vergangenheit eines der Protagonisten haben zum Aufbau der Spannung gut beigetragen und mich gefesselt und die Beweggründe des Täters gut hinterleuchtet.

 

Fazit: auch bei einem 3. Fall von Björk und Brand wäre ich gerne wieder mit dabei.