Normalerweise schreibe ich ja gleich nach dem Lesen eines Buches meine Rezension. Aber hier muss ich das Ganze erst einmal sacken lassen.

 

Die Geschichte ist so zauberhaft und lehrreich, dass ich das erst einmal verarbeiten muss.

 

Toni ist unterwegs, um die Asche seines Bruders Jonathan zu verstreuen. Unterwegs lernt er Rose kennen, die ihn von einem Mann erzählt, der Selbstmörder von dem Sprung über eine Klippe abhält. Tonis Neugier ist geweckt und er macht sich auf die Suche nach dem Einsiedler.

 

Der alte Mann lädt die gestrandeten Menschen auf eine Tasse Tee ein und lässt sie erzählen. Bei den meisten reicht das schon, um sie von ihrer Tat abzuhalten.

 

In kurzen, mitreißenden Kapiteln erzählt Miralles die Geschichten der Verzweifelten. Und nach und nach erkennt Toni, dass diese Arbeit fortgeführt werden muss.

Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte mit dem Glas Milch: „alles bereits bezahlt – mit einem Glas Milch vor einigen Jahren“. Da bekommt man beim Lesen Gänsehaut. Aber auch die anderen Schicksale sind berührend. Miralles reiht einzelne Storys aneinander und bindet sie in seine Rahmenhandlung ein, was mir sehr gut gefallen hat.

 

Dieses Buch ist voller Wärme, sehr liebevoll und ruhig erzählt, aber dennoch packend und mitreißend.

 

Fazit: ein Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt.