Ackerman ist wieder da. Jetzt in Diensten des FBI. Bereits zu Beginn lässt Ethan Cross den Leser durch ein Interview die wichtigsten Ereignisse aus Ackermans Leben Revue passieren, so dass man diesen Band auch ohne Vorkenntnisse der bisherigen Serie lesen kann.

In „Die Stimme des Zorns“ bekommt Ackerman eine neue Kollegin und ist mit ihr auf der Jagd nach einem Alien. Dieses, der Leser weiß ein wenig mehr als die Ermittler, foltert seine Opfer, um einen Weg ins All zu finden, zu seiner vermeintlichen Alien-Verwandtschaft.

 

Klingt abgedreht? Ist es teilweise auch. Mir hat das Alien-Thema jetzt nicht so gut gefallen, und ich war froh, dass sich das Buch nicht als Sci-Fi-Thriller entpuppt hat. Das Alien war zum Glück nur ein besonders abgedrehter Killer, dessen Wahnsinn der Leser zum Teil hautnah miterleben durfte. Dennoch hat mich diese Grausamkeit nicht wirklich berührt. Dabei schreibt Cross wieder sehr anschaulich und die kurzen Kapitel machen das Buch sehr rasant. Aber mich hat Ackerman teilweise doch etwas genervt durch seine übermenschliche und arrogante Art.

 

Dabei mag ich Ackerman sonst recht gerne. Auch wenn er ein Serienkiller ist, der nun auf die gute Seite gewechselt hat, man merkt ihm noch an, wie schwer es für ihn ist, sich ganz zu wandeln. Alles andere wäre auch zu unglaubwürdig gewesen. Ich freue mich jedenfalls, dass die Serie um Ackerman weitergeht. Denn Cross‘ Thriller sind einfach mal etwas erfrischend anderes im Einheitsdschungel der Spannungsliteratur.

 

 

Fazit: Mag es an dem Alien-Thema liegen oder an einem etwas schwächeren Mitteilteil, ich fand das Buch zwar gut, aber nicht herausragend. Aber das letzte Kapitel macht Hoffnung auf eine bessere Fortsetzung, denn da bekommt auch Agentin Shirazi sicher mehr Raum. 


Der neue Thriller von Bestsellerautor Ethan Cross, der mit seiner Francis-Ackerman-Reihe berühmt wurde.

Was haben ein Raubüberfall auf ein Wertdepot und ein Überfall auf ein Dorf in Südafrika gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, auf den zweiten Blick sehr viel. Denn der Täter ist derselbe. Und der geht mit einer sehr gerissenen Schärfe ans Werk, die begeistert. Zugegeben: ich fand schwer in die Handlung. Es war sehr schwierig, einen Protagonisten auszumachen, denn die Vielfalt der Personen macht eine Orientierung nicht einfach.

 

Langsam kristallisiert sich aber eine Hauptperson heraus und die fand ich auch sehr gut! Dr. Burke, ein Profiler mit autistischen Zügen. Den Tätern immer knapp auf der Spur und mit einer Raffinesse, die ihresgleichen sucht.

 

Was mich auch begeistert hat sind die teilweise sehr spritzigen Wortduelle der Handelnden untereinander.

 

Der Inhalt ist schnell erzählt: Zentraler Dreh – und Angelpunkt ist der Überfall auf eine GoBox-Filiale in LasVegas. Doch das ist kein normaler Überfall, stattdessen gehen die Täter mit großer Grausamkeit an die Arbeit und scheinen auf einmal spurlos verschwunden. Hier tritt dann die Genialität Burkes das erste Mal so richtig auf.

Die Geschehnisse innerhalb der GoBox haben mich sehr fasziniert. Leider lässt sich Cross etwas dazu hinreißen und verliert sich ein bisschen im zweiten Handlungsstrang, der außerhalb spielt und mir zu sehr abschweift. Teilweise sehr grausame Szenen passieren, das Buch ist also nichts für zarte Gemüter.

 

 

Trotz dass ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, in die Handlung zu finden hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf einen eventuellen Folgeband.