„Was ist Leben?“ und „was will ich eigentlich noch von meinem Leben?“ Das sind die Gedanken, die sich Björn Diemel im dritten Band der Achtsam Morden-Reihe stellt. Eigentlich hat er ja schon viel erreicht im Leben. Aber kann das der Sinn sein? Sein Therapeut rät ihm, zu pilgern. Und was er da erlebt, hätte er sich nie ausmalen können.

 

Eine Mischung aus „Hector“ und „Ich bin dann mal weg“, sowie einem Krimi. Die Vermengung ist dem Autor sehr gut gelungen. Dazu passend sein trockener, oftmals auch schwarzer Humor! Was habe ich über den pinkelnden Vogel gegrinst oder über das „Mon Cherie“ – herrlich. Natürlich darf auch Björns Privatleben nicht zu kurz kommen und hier konnte ich mich beömmeln über die Zeitrechnung mit Tochter Emily oder sein Problem mit der Vorderachse des Range Rovers.

 

Die Morde stehen dieses Mal eher im Hintergrund und passieren fast zufällig. „Der erste Tote, den ich sah, den ich nicht selbst umgebracht hatte“. Denn neben seiner Pilgerei muss Björn noch um sein Leben fürchten. Wähnt er sich doch von einem Chinesen verfolgt. Das Ende fand ich ein wenig weit hergeholt, aber es hat gut zur Handlung gepasst.

 

Kurze, schnelle Kapitel machen das Buch zu einem rasanten Lesegenuss, das man gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

 

Fazit: Nachdem ich in Band 2 ein paar Dinge too much (so viele Morde) fand, gefiel mir Band 3 wieder sehr viel besser. 

 

 

 


Björn Diemels Probleme sind nicht kleiner geworden nachdem er Mafiaboss Dragan ermordet hat. Deshalb begibt er sich erneut in die fachkundigen Hände von Psychotherapeut Joschka Breitner. Der überzeugt ihn davon, dass seine Schwierigkeiten in seiner Kindheit begraben lagen und dass sich Björn nun damit auseinandersetzen soll. Gesagt – getan. Nur will das Kind in ihm manchmal etwas ganz Anderes als er, denn Björn hat sich geschworen, nicht mehr morden zu wollen. Und dieser Vorsatz erfordert erneut seine komplette Kreativität. Denn irgendwie entgleiten ihm gerade wieder so einige Dinge.

 

Schon Band 1 fand ich sehr amüsant, Band 2 kann da gut mithalten. Dusse hat so seinen ganz eigenen Humor. Die Idee, alles auf das innere Kind zu schieben, ist sehr witzig und auch die Dialoge zwischen Kind und Diemel manchmal sehr zum Schmunzeln. Denn eigentlich kann Björn ja gar nichts dafür, dass er von einem Mist in den nächsten stolpert. Er löst ja nur weiter seine Probleme – und halst sich immer neue auf.

 

Jetzt wird er auch noch erpresst! Doch wer kann von seinen Taten wissen? Mit viel Raffinesse mogelt er sich weiter so durch und ganz klar: es ist keine Frage ob er davonkommt, die Frage ist schlicht und einfach: Wie?

Das Wiedersehen mit den ganzen Charakteren aus „Achtsam morden“ hat viel Spaß gemacht.

 

Fazit: Wer auf schwarzen Humor steht, ist auch in der Fortsetzung von „Achtsam morden“ wieder sehr gut aufgehoben, wenn das Buch auch etwas zahmer ist als Band 1.