Eine Mordserie an Obdachlosen hält Lt. Lindsay Boxer in Atem. Staatsanwältin Yuki Castellano kämpft hingegen in einem neuen Fall um die Wahrheit: war es eine Vergewaltigung oder ein Fake? Beide Frauen geraten dabei an ihre Grenzen.

Bereits der 17. Fall für den Womens murder Club. Wobei Claire und Cindy weit in den Hintergrund geraten. Im Mittelpunkt des neuen Buches stehen eindeutig Yuki und Lindsay. Wobei Yukis Fall noch mehr Raum bekommt und auch sehr interessant geschrieben ist. Ich bin froh, dass ich weder Anwältin noch Richterin bin, denn ich hätte auch nicht gewusst, wem ich glauben soll.

Patterson schreibt gewohnt bildgewaltig und man kann sich die Szenen sehr gut vorstellen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und auch das Privatleben spielt eine Rolle, ohne die beiden Fälle zu stören.

Wie beim letzten Band laufen wieder zwei Fälle parallel ab, die man gut hätte trennen und in ein eigenes Buch packen können. Ich mag es immer mehr, wenn die 4 Frauen gemeinsam an einem Fall arbeiten.

 

Fazit: wie immer bei Patterson: rasant geschrieben und spannend zu lesen. Ich freue mich bereits auf Band 18. Auf Englisch geht die Reihe schon bis Band 22 und ich hoffe, dass diese Bände auch bald auf Deutsch erscheinen. 


Im ganzen Land werden wichtige Politiker ermordet. So etwas hat es in den USA noch nie gegeben. Wer soll nun das Land regieren? Aber noch wichtiger ist es für die Regierung zu wissen, wer die Attentäter sind, denn die Angelegenheit könnte das ganze System aushebeln.

Profiler Alex Cross soll den Fall aufklären, aber auch er scheint überfordert. 6 Serienkiller auf engstem Raum geben selbst ihm Rätsel auf.

 

Ich bin normalerweise begeisterter Leser dieser Reihe um Alex Cross. Ich mag die Familie, die Fälle und ich mag vor allem Alex Cross sehr gerne.

 

Für seinen Jubiläumsband, immerhin lesen wir schon Band 25, sollte es wohl etwas Besonderes sein, aber mich hat der Band dieses Mal nicht so mitgerissen. Normalerweise verschlinge ich so ein Buch an einem Tag. Aber hier fiel schon der Einstieg etwas schwer. Die ganzen Auftragskiller werden einfach so in die Handlung geworfen, da kommt man leicht durcheinander mit den vielen Namen. Zudem nervt mich zunehmend die tolle Familie von Alex Cross. Das sind alles Überflieger in Sport oder Genialität. Und dann ist da noch die Nebenhandlung mit Cross‘ Patientin, die für mich überhaupt nicht in die Handlung gepasst hat und die ich eher störend fand, da sie das Buch unnötig in die Länge zieht.

 

Aber nicht alles hat mir missfallen. Ich mochte zum Beispiel die Raffinesse der jeweiligen Killer. Jeder für sich war genial, wenn auch oberflächlich. Das Ausmaß der Taten hätte ich mir auch nie so ausmalen können und den Hintermann auch nicht erraten. So wird das Buch gegen Ende dann noch richtig spannend.

 

Pattersons Schreibweise ist gewohnt flüssig und anschaulich, hier gibt es nichts zu meckern.

 

Fazit: auch wenn sich der Anfang etwas zog, wurde es am Ende noch schön spannend. Allerdings hat mich dieser Teil der Reihe nicht so abgeholt wie die Vorgänger. 

 

 



Alex Cross ist des Mordes an zwei Zivilpersonen angeklagt. Ganz schön harter Tobak, denn Cross fühlt sich unschuldig und in Notwehr handelnd. Doch bei der Gerichtsverhandlung kommen selbst ihm Zweifel. Gleichzeitig versucht er noch, das Verschwinden von mehreren blonden Frauen aufzuklären, die als Snuff-Movies auf Webseiten angeboten werden.

 

Ganz klar: ich habe nie an Cross‘ Unschuld gezweifelt. Zu lange verfolge ich die Serie jetzt schon und fühlte mich auch im bereits 24. Band nie gelangweilt. Im Gegenteil: ich habe das Gefühl, dass sich Patterson in den letzten Bänden wieder gesteigert hat. Die Gerichtsverhandlung fand ich genial und auch, wer letztendlich den entscheidenden Hinweis findet. Vielleicht etwas übertrieben dargestellt, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.

 

Bereits von der ersten Seite an war ich wieder im Buch angekommen und konnte es bis zur letzten Seite wieder nicht weglegen. Auch hier war ich wieder positiv überrascht über den Umfang des Buches. Es gab Bücher in der Reihe, die man in 3 Stunden durchhatte, weil sie so viele leere Seiten enthielten, das war hier nicht der Fall.

 

Patterson ruft alle technischen Tricks auf, die es zurzeit gibt und auch das hat mich begeistert: die heutige Technik macht viel möglich – vor allem auch für Täter. Aber auch die Polizei ist da kaum hinterher. Allerdings ist der Täter ihnen dann doch einen Ticken voraus und das macht das Ganze überaus spannend.

 

 

Fazit: Wann gibt’s Band 25?


Am Titel kann man bei Pattersons Womens Murder Club immer sehr gut erkennen, welchen Band man gerade liest. Allerdings verstehe ich hier den Titel nicht wirklich, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut.

 

Der Womens Murder Club besteht aus Lindsay, Claire, Cindy und Yuki und die 4 Frauen ergänzen sich in ihren Berufen perfekt. Schon so mancher Bösewicht ging den 4 Frauen ins Netz.

 

Eine riesige Explosion zerstört ein Wahrzeichen San Franciscos und Lindsay steht fast direkt davor. Als ihr ein Mann auffällt, der unbeteiligt wirkt, stellt sie diesen und der gesteht das Bombenattentat, nur um dieses Geständnis am nächsten Tag wieder zu widerrufen. Er spielt Katz und Maus mit Lindsay, die gleichzeitig noch in einem anderen Fall ermittelt, der nicht weniger knifflig ist. Ein lautloser Mörder tötet willkürlich Menschen mit einer Spritze. Gemeinsam gehen die 4 Frauen die beiden Fälle an.

 

Was ist der Nachteil an Pattersons Büchern? Dass sie immer so schnell ausgelesen sind. Jedes seiner Bücher entwickelt einen wahnsinnigen Sog und ein wahnsinniges Tempo, das auch mit den kurzen Kapiteln geschuldet ist. Aber auch seine Charaktere muss man einfach mögen und mit Grant ist Patterson wieder ein Meisterstückchen gelungen. Selbst als Leser zweifelt man ständig an seiner Täterschaft und die Gerichtsverhandlung war klasse. Ein wenig unter geht hier dann aber der zweite Fall, der eigentlich erst aufscheint, als der Fall Grant schon um ist, was sich deshalb ein wenig so las, als wären zwei Geschichten unabhängig voneinander in dieses Buch gepackt.

 

Dennoch waren beide für sich sehr interessant zu lesen und priiiima (kleiner Insider). Wenn man auch gut zwei Bücher daraus hätte machen und die beiden Fälle noch etwas hätte ausschmücken können.

 

 

Fazit: Pattersons Bücher lesen sich leider irgendwie immer viel zu schnell weg. 

 

 


Eine Reihe Morde an Obdachlosen sieht aus, als wären alle eines natürlichen Todes gestorben. Doch Datenanalystin Emmy Dockery kommt das komisch vor und sie beginnt zu recherchieren. Allen Toten ist gemein, dass sie zwei Nadeleinstiche im Bauchraum haben. Doch kein FBI-Ermittler glaubt Emmy, im Gegenteil. Bis es fast zu spät ist…

 

 

Eigentlich gar kein typischer Patterson. Sonst fasst sich Patterson immer gerne recht kurz, Todesgier fand ich schön ausführlich. Auch wenn die kurzen Kapitel doch wieder typisch für ihn sind. Aber gerade dadurch wächst ja immer schön die Spannung.

 

Emmy Dockery ist eine Ermittlerin ganz nach meinem Geschmack: pfiffig und findig. Dabei geht sie auch mal unkonventionelle Wege, aber ihr Bauchgefühl lässt sie nicht im Stich. Ich mochte ihre Art zu denken sehr gerne, auch wenn sie damit bei ihren Vorgesetzten aneckt. Den hatte ich übrigens gleich auf dem Kieker: wie er Emmy immer wieder Steine in den Weg legt und ihre Ermittlungen kategorisch verneint war er mir total unsympathisch.

 

Bereits im ersten Kapitel musste ich über den Autor schmunzeln, führt er den Leser doch gleich aufs Glatteis. Und er baut noch weitere Wendungen ein, die es dem Leser schwermachen, den wahren Täter zu erraten.

 

Eigentlich laufen zwei Fälle parallel, beide fand ich sehr gelungen. Wobei dem Teil mit den Explosionen recht wenig Platz gewidmet wird. Allerdings ist auch der wichtig und passt stimmig zur Handlung.

 

Fazit: eine interessante Ermittlerin und ein kniffliger Fall machen dieses Buch sehr interessant und lesenswert. Wenn auch mit kleineren Längen, besonders anfangs.

 

 

 

 


Alex Cross‘ Chef wird auf offener Straße erschossen und die Ermittlungen führen Alex und sein Team in tiefe Abgründe. Gleichzeitig müssen sie in einem Fall ermitteln, der auf Selbstjustiz beruht und in einem weiteren, in dem eine Rächerbande ebenfalls Selbstjustiz zu verüben scheint.

 

Ganz schön harter Tobak, den Alex Cross dieses Mal erwartet. Ich verfolge Alex schon seit dem ersten Band und fühle mich schon fast als Teil der Familie. Patterson versteht es super, Alex‘ Privatleben mit ins Buch einzubinden, ohne es überhand nehmen zu lassen. Wobei ich nicht weiß, wie sich das Ereignis am Ende des Buches auf die zukünftigen Bücher auswirken wird.

 

Die Ermittlungen in den 3 Fällen sind alles andere als einfach und deshalb sehr spannend zu lesen. Die Täter sind sehr abgebrüht und das hält die Handlung sehr lebendig. Besonders spannend wird es dann gegen Ende noch einmal als Cross erfährt, wer wirklich hinter dem Ganzen steckt und was derjenige vorhat.

 

Zweifellos wieder ein tolles Buch, das man in einem Rutsch lesen kann, weil die Kapitel relativ kurz sind und so „immer noch eins geht“. Allerdings hat mich die Ich-Erzählung ein wenig gestört. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob alle bisherigen Cross Romane in dieser Form erzählt wurden, aber ich finde, das macht das Lesen etwas anstrengender.

 

Fazit: Alex Cross 23 – Patterson lässt nicht nach und überrascht und immer wieder mit neuen tollen Geschichten. 

 

 

 


Lindsay Boxer glaubt ihren Augen nicht zu trauen: auf einem Überwachungsvideo erkennt sie ihren Mann Joe Molinari. Dieser ist schon seit Tagen verschwunden, was hat er zu verbergen? Warum meldet er sich nicht bei seiner Familie?

Gleichzeitig hat Lindsay einen schweren Fall zu lösen: einen Vierfachmord in einem Hotel. Hat Joe etwas mit dem Mord zu tun? Lindsay weiß nicht mehr, was sie glauben soll.

 

Endlich wieder ein Fall für den Womens Murder Club! Leider kommen die anderen 3 Frauen dieses Mal ein wenig zu kurz, Lindsays Fall überschattet alles. Doch der Fall hat es ja auch in sich. Lindsay gerät mehr als einmal in Todesgefahr und auch das Geheimnis um den doppelten Michael Chang hält die Spannung sehr hoch.

Mir war es dieses Mal auch etwas zu viel Privatleben rund um Lindsays Tochter. Ständig ruft sie die Babysitterin an, um ihr mitzuteilen, dass sie sich verspätet. Irgendwann fand ich das nur noch lästig.

 

Aber sonst hing ich wieder gebannt an den Zeilen. Ich mag Pattersons Schreibweise einfach sehr gerne. Schnörkellos, auf den Punkt, aber immer überraschend und spannend. Wer kann auch ahnen, was hier hinter der Tat steckt? Denn einfach zu lösen ist dieser Fall ja nicht. Und zugegeben: ich fand es fast ein wenig zu hoch gesteckt, was da alles ans Tageslicht kam. Auch Molinaris Beteiligung an dem Ganzen – da bin ich gespannt, ob und wie Patterson im 16. Fall dann darauf weiter aufbaut.

 

 

Fazit: wieder ein super Pageturner aus der Feder meines Lieblingsschriftstellers. 

 

 

 


Familie Cross ist wieder da. Und dieses Mal mit Verstärkung. Denn Alex‘ Cousin ist des Mordes angeklagt und so reisen Alex, Bree, Nana Mama und die Kinder in sein Heimatstädtchen. Doch was sie dort erwartet, hätten sie nicht gedacht. Cross kommt einer ganz großen Sache auf die Spur und bringt sich und seine Familie in Gefahr. Und dann wartet am Ende auch noch eine dicke Überraschung auf ihn.

 

Seit vielen Jahren begleite ich nun die Familie Cross durch Dick und Dünn. Jedes Mal erneut mit großer Begeisterung. Dieses Mal hatte ich allerdings ein wenig Probleme, den Überblick über die ganzen Tanten und andere Familienmitglieder zu behalten. Vor allem anfangs fühlte ich mich stark überfordert.

 

Der Fall ist wieder sehr interessant und logisch aufgebaut. Und als Alex nach Florida reist, um mehr über seinen Vater zu erfahren, dachte ich noch, der Seitentrieb ist unnötig, was sich dann aber als falsch herausstellte, denn der Trip bringt dann noch eine entscheidende Wendung. Allerdings blieb die Frage offen, wie der Täter gestellt werden konnte.

 

Ich mag Pattersons Schreibstil sehr gerne, allerdings fehlte mir hier etwas die Spannung. Schön fand ich die Einschübe mit Jannies Lauftalent, das ja bereits am Ende des letzten Bandes Erwähnung fand.

 

Fazit: Zwar spannend zu lesen, mit vielen überraschenden Wendungen, aber leider teilweise auch etwas zäh. 

 

 

 


Mehrere Fälle halten das  San Francisco Police Department  auf Trab. Ein Mörder, der scheinbar wahllos auf der Straße Frauen ersticht – immer zum selben Datum. Bewaffnete Polizistin, die Raubmorde begehen und ein Unschuldiger der willkürlich verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Da haben unsere Freundinnen vom  Womens murder Club ganz schön was zu tun.

 

 

Das Team ist wieder im Einsatz.

 

Auch wenn sie dieses Mal eher nicht als Gruppe agieren, was mich ein wenig gestört hat. Die Fälle liefen immer mehr oder weniger so nebenher und durcheinander, ohne Struktur, so dass man sich in keinen richtig hineinversetzen konnte. Am Ende wurde aber alles mehr oder weniger gut aufgelöst. Und gleich ein riesen Cliffhanger für den nächsten Fall eingebaut.

 

Pattersons Schreibstil ist weiter flüssig und schnell. Wenn auch in diesem Buch manchmal etwas holprig. Stammt „das 14. Verbrechen“ wirklich aus seiner Feder? Teilweise bin ich schon am Zweifeln.

 

Die Idee mit den raubenden Cops und dem willkürlichen Mörder fand ich jede für sich sehr gut, aber ich mag lieber rote Fäden, die sich durch Bücher ziehen, als einzelne Episoden. Was mir gut gefällt ist die Wendung mit Yuki. Endlich einmal jemand, der die Strukturen durchbricht und neue Wege geht. Hier ebnet Patterson vielleicht schon den Weg für weitere interessante Fälle.

 

Fazit: sicher nicht Patterson bestes Buch aus der Reihe, aber dennoch lesenswert, weil rasant und unvorhersehbar.

 

 


Devil ist die direkte Fortsetzung von Alex Cross‘ Evil. Ohne den Vorgänger gelesen zu haben, macht Devil eigentlich nicht viel Sinn.

 

Cross‘ Familie wurde entführt und Alex Cross soll jemanden töten, damit sie frei gelassen werden. Zur Abschreckung legt der Täter schon einmal zwei Leichen aus Cross‘ Familie aus. So viel Spannung war echt kaum zu ertragen! Natürlich dachte ich, dass das nicht sein kann, dass das wirklich Bree und Damon sind, so was gibt’s ja nur im schlechten Krimi. Und Cross ist doch ein guter! Dennoch habe ich die ganze Zeit mit Alex mitgefiebert.

 

Der dieses Mal wirklich auf einen Feind trifft, der ihm haushoch überlegen scheint. Und es nur auf IHN abgesehen hat. Alex soll leiden. Und das tut er! Von Anfang bis Ende des Buches. Und Alex muss wirklich sein Bestes geben, um seiner Familie noch eine kleine Chance zu lassen. Und das alles noch ohne seinen besten Freund Sampson, der leider nur eine Nebenrolle bekommt.

 

Dafür leuchtet eine andere Person, Ava, die Cross eine Zeitlang bei sich aufgenommen hatte, positiv hervor. Das Mädel fand sofort meine Sympathie und ich hoffe, dass wir noch einmal von ihr lesen. Doch wird es überhaupt einen neuen Fall mit Alex Cross geben? Lest selbst und überzeugt euch, bei DEVIL.

 

 

 

 

 

Sergeant Lindsay Boxer und ihre Freundinnen in ihrem nunmehr 13. Fall.

Lindsay ist ganz schön gebeutelt: ihre erklärte Feindin ist wieder da und sinnt auf Rache. Und das während sie doch gerade einen verrückten Mörder jagt, der Bomben in Hamburger packt und die Leute von innen explodieren lässt. Und dann wird auch noch das Kreuzfahrtschiff ihrer besten Freundin gekapert. Umso besser, dass sie die Nerven behält und eine erste Spur zum irren Mörder findet. Doch die wilde Jagd ist noch lange nicht zu Ende.

 

Also eins vorweg: ich liebe Action in Büchern, aber die hier war mir fast doch etwas viel. Die Jagd nach dem Bombenleger, Mackie ist wieder da und dann auch noch die Geiselnahme auf dem Schiff? Puh, harter Tobak. Aber sorgte schon dafür, dass man das Buch kaum aus den Fingern legen mag. Denn ständig passiert ja etwas. Patterson lässt einem keine Zeit zu verschnaufen, wie in einer Achterbahn geht es zu. Hoch und höher und erst  ganz am Ende die erlösende Schussfahrt mit dem Showdown. Der ist dann fast ein wenig schnell zu Ende.

 

Der Womens Murder Club ist mir mit den Jahren sehr ans Herz gewachsen. Ich bin mit den Frauen durch alle Hochs und Tiefs gegangen und finde es besonders schön, dass (fast) alle mittlerweile ihr Glück und die große Liebe gefunden haben. Patterson findet hier genau die richtige Balance zwischen Familienleben und der Krimihandlung.

 

 

Pattersons Bücher lesen sich immer sehr schnell. Das ist erstens der Spannung geschuldet, zweitens der rasanten Schreibweise und drittens auch den kurzen Kapiteln, die dazu verleiten, immer noch schnell „nur noch eins“ zu lesen. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Buch und auf Lindsay, Clare, Cindy und Yuki!! 

 

 

 



Ein Mord in einem Massagesalon ruft Alex Cross auf den Plan. Scheinbar willkürlich erschießt ein Mann mehrere Menschen und flieht. Gleichzeitig hat es Alex‘ Frau Bree mit einem doppelten Fall von Kindesentführung zu tun. Durch einen anonymen Drohbrief an Cross finden die beiden einen Zusammenhang und kommen den Tätern auf die Spur. Und merken vor lauter Arbeit gar nicht, dass sie selber ins Visier eines Psychopathen gelangt sind. Erst als es zu spät ist…

 

 

 

Wer hasst Cross so sehr, dass er ihm das antut? Genau das fragt sich mein Lieblingsdetective wohl auch, als seine Familie in Gefahr gerät. Der Leser ist ihm hier einen Schritt voraus, denn bereits im ersten Kapitel, folgt die Auflösung. Dafür wird die Auflösung des Ganzen ganz ans Ende gedrängt und in dem vorliegenden Band auch nicht aufgeklärt. Der Leser muss also bis zum nächsten Band auf die Befreiung warten. Was für ein fieser Cliffhanger! Eigentlich dreht sich dieses Buch hauptsächlich um die Taten des Mehrfachmörders. Zugegeben, die sind auch grausam und schlüssig ausgeführt, aber mich hat es dennoch etwas geärgert, dass der Hauptplot noch eine Fortsetzung im nächsten Buch finden muss. Vor allem, weil das Ende wirklich richtig, richtig Schreckliches für Alex Cross bereit hielt und weil der Klappentext eigentlich eher die Handlung des Psychopathen aufgreift. Der Klappentext ist somit etwas unglücklich gewählt.

 

 

 

Super gefallen haben mir jedoch Sunday und seine Freundin. Wie die Katz und Maus mit Cross spielen, nur um dann feststellen zu müssen, dass Cross ihnen doch dichter auf den Fersen ist als sie dachten, das war super geschrieben und ich mochte die kruden Gedanken der beiden sehr gerne.

 

 

 

Auch eine weitere Story aus einem der letzten Bücher wird noch weiterverfolgt: das Verschwinden von Stieftochter Ava, die sicher auch noch im nächsten Band vollends geklärt wird. Für mich war dieses Buch deshalb etwas „unrund“ und nicht so zufriedenstellend aufklärend wie die letzten Bücher. Eigentlich sollte man Evil und Devil (das im September 2017) erscheint direkt hintereinander lesen.

 

 

 

 

 

Sein neuer Fall ist auch sein persönlichster!

Ein alter Bekannter macht Jagd auf Alex Cross. Er will ihn tot sehen, aber vorher will er ihn noch persönlich vernichten! Alex merkt nicht, dass er abgehört wird und hinkt seinem Widersacher so immer einen Schritt hinterher. Zudem hat er noch an einem Fall zu nagen, der auch nicht ohne ist: ein Mörderpaar verübt scheinbar ziel- und planlos Morde an jungen Menschen. Kann Alex die Täter stoppen?

 

 

 

Die Art wie sich Alex‘ Widersacher an ihn heranmacht ist perfide, aber wirksam. Seine Rufmordkampagne, sowie einige persönliche Seitenstiche, bringen Alex in Verruf und fast um seinen Job. Auch der 20. Alex Cross‘ ist alles andere als langweilig! Kurze Kapitel halten das Tempo des Buches wieder sehr hoch und machen das Lesen zu einem Vergnügen. Pattersons Schreibstil ist mitreißend und so flüssig, dass sich das Buch wieder einmal wie von selber liest. Seine Charaktere wachsen einem immer mehr ans Herz, blöd nur, wenn dann einer auf einmal nicht mehr dabei ist, was ich sehr bedauert habe.

Den bösen Gegenpart im Roman nimmt hier ein Journalist ein, der vor Jahren – vermeintlich durch Alex Schuld – seine Frau verloren hat. Zugegeben, ein wenig weit hergeholt und auch seine Taten sind nicht immer schlüssig, aber mir hat dennoch gefallen, wie schlau er vorging und wie heftig sein Hass war.

Fazit: 20 Bände Alex Cross, 20 mal Hochspannung, 20 mal pures Lesevergnügen, 20 mal lesen ohne Pause – ich freue mich schon auf Fall 21.

 

 

 

 

Der Womens Murder Club ist zurück. Im nunmehr 12. Fall bekommen es Lindsay Boxer und ihre Freundinnen mit unterschiedlichen Fällen zu tun: Lindsay, gerade Mutter geworden, wird von einem Serienkiller benutzt um zu fliehen. Yuki muss vor Gericht beweisen, dass ein Mann seine Frau und seine Tochter getötet hat – doch plötzlich taucht die Tochter quicklebendig im Gerichtssaal auf. Und dann ist da noch Claire, der eine Leiche aus der Gerichtsmedizin abhandenkommt. Jede für sich hat also alle Hände voll zu tun, um ihren Fall abzuschließen. Und dann ist da noch die Sache mit Cindy und ihrer Beziehung zu Rich.

 

Und genau das ist es, was mir etwas aufstößt. In den bisherigen Büchern war mehr Gemeinschaft zwischen den Frauen zu spüren. Jetzt macht jede ihr eigenes Ding und als Leser hatte ich fast das Gefühl, dass hier eine Aneinanderreihung von Fällen konstruiert wird, um das Buch zu füllen. Das Verschwinden der Leiche passt so gar nicht zum restlichen Buch und nimmt auch kaum Raum ein. Auch die anderen beiden Fälle sind zwar durchaus interessant, aber eher jedes für sich gesehen und jeweils aus dem Zusammenhang gerissen. Ein roter Faden durch die Handlung fehlt mir einfach.

Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass das Buch schlecht geschrieben ist. Im Gegenteil. Lindsays Geburtserlebnis, die ersten Wochen mit dem schreienden Baby – hier erkennt sich so manche Mutter wieder und Sympathieträgerin ist Lindsay ja vom ersten Buch an. Auch die anderen Frauen, samt Privat – und Liebesleben, sind dem Leser schon sehr ans Herz gewachsen und man möchte sie nicht mehr missen. Was eben fehlt sind die Treffen der früheren Bücher, in dem die Frauen sich so herzhaft austauschen und Spaß haben.

Besonders überrascht hat mich allerdings der Fall des englischen Professors und dessen Auflösung. Hier hat Patterson wieder mal seine ganze Phantasie spielen lassen und wartet am Ende mit einer Begebenheit auf, die verblüfft.

Fazit: Der 12. Fall des Womens Murder Club gerät eher zu einer, bzw. 4 One-Woman-Show(s), was ein wenig schade ist, weil die 4 Frauen gemeinsam sonst unschlagbar sind..

 

 

 

Ganz schön viel zu tun fürs Private-Team. Mehrere Morde in Hotels, ein gestohlener Medikamentenlaster, ein aufgedrehter Promi und nicht zuletzt der Verdacht an Jack Morgan: er soll seine ehemalige Geliebte getötet haben. Ein perfider Plan schiebt ihm diese Tat in die Schuhe, doch Jack macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden, doch der hat ein Alibi. Auch die anderen Fälle erweisen sich als durchaus knifflig für Jacks Team. Doch einer nach dem anderen Faden wird aufgedröselt, jeder Spur nachgegangen und so wird auch am Ende alles gut. Alles?

 

Lest selbst! Denn wieder mal ist es James Patterson gelungen, ein Buch zu schreiben, das fesselt. Zwar hatte er schon spannendere und interessantere, aber dennoch mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Kurze Kapitel sorgen – wie immer – dafür, dass man immer noch „schnell“ noch eins liest und einige Pageturner lassen einen den Atem anhalten. Mir persönlich war es aber fast ein wenig zu viel, was alles in das Buch gepackt wurde. Mir hätte ein Fall gereicht, der gerne noch ausführlicher hätte geschildert werden dürfen. Ich mag es auch, wenn die Protagonisten selbst in Gefahr geraten, das macht alles noch viel spannender. Davon war hier leider nichts zu lesen und auch der Anfang hat mich ein wenig gelangweilt, weil man als Leser gleich von der Unschuld wusste.

 

Jack kommt als Protagonist auch nicht sonderlich sympathisch rüber. Seine diversen Frauenabenteuer zeigen einen wankelmütigen Typen, immer auf der Suche nach Liebe. Was mir allerdings besser gefällt als Alkohol- oder Drogenprobleme der Ermittler.

Für mich ist es das erste Buch aus der Private-Reihe, aber sicher nicht das letzte.

 

Fazit: ich lese Patterson einfach gerne. Immer wieder!

 

 

Auf der Flucht

 

Reporter Ben soll bei seiner Freundin Diana Überwachungskameras installieren und wird Zeuge eines Mordes. Doch wie soll er das beweisen? Völlig fertig flieht er erst einmal vom Schauplatz des Geschehens und dies erweist sich auch als richtig. Denn Ben soll als Schuldiger fungieren. Doch wer steckt hinter allem? Und lebt Diana tatsächlich noch? Hier mischen die ganz Großen mit und Ben sieht nur eine Chance  - zu bluffen und untergetaucht zu bleiben. Allerdings erweist sich die Sache als gar nicht so einfach und Ben wird immer tiefer in einen Strudel aus Spionen, Geheimdiensten und übermächtigen Staaten hineingezogen.

 

Wenn man auf S. 24 schon das 6. Kapitel beginnt, dann weiß man, dass man ein Buch von James Patterson liest. Doch gerade diese kurzen Kapitel verleiten einen, das Buch schneller zu lesen als man wirklich vorhatte. Noch eins, sind ja nur ein paar Seiten denkt man sich – und dann endet das nächste Kapitel wieder mit einem Cliffhanger und man muss unbedingt noch eins lesen…

 

Ben erzählt in der Ich-Form, was ja schon impliziert, dass er am Ende Erfolg haben wird, zumindest dass er überlebt. Nur liegen viele schwere Steine auf seinem Weg und mächtige Nationen sind hinter ihm her, die natürlich ganz andere Möglichkeiten haben als er. Alle Freunde werden bedroht, seine Konten gesperrt, seine Wohnung durchsucht – doch Ben lässt sich nicht unterkriegen und trifft durch Zufall genau ins Schwarze. Bens Art hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht, die Handlung war spannend erzählt und seine Denkweise lockerte das Geschriebene dann zwischendurch wieder etwas auf, so dass man als Leser kurz durchatmen konnte.

 

Patterson schreibt seine Bücher fast so schnell wie man sie liest, doch das merkt man den wenigsten an. Auch hier war gute Recherche vonnöten, spickt er doch das ganze Buch mit Filmzitaten, Schauspielern und ihren besten Filmen und Filmreihen, die der Held mochte. Manchmal haben diese ein bisschen abgelenkt, aber unterm Strich fand ich sie dann doch passend. Machten den „Held“ ein bisschen menschlicher.

 

Fazit: Wieder ein gelungener Thriller, der von der ersten Seite an zu fesseln vermag